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Parodontalerkrankungen: bei Kindern oft tragisch

vom 24.01.2012

Bei Kindern werden Parodontalerkrankungen (Erkrankungen des Zahnbetts) oft übersehen, sagte Prof. Dr. James Deschner, Universität Bonn, kürzlich in einem Interview. Sie würden von Zahnärzten nicht erwartet und daher nicht erkannt. Schon in jungen Jahren kann sich ein Knochenverlust entwickeln, die Milchzähne bzw. noch jungen bleibenden Zähne verlieren ihren Halt im Zahnbett und fallen frühzeitig aus. Grund ist eine sogenannte "lokalisierte aggressive Parodontitis", eine entzündliche Zahnbetterkrankung, die oft nur einzelne Mundregionen betrifft, besonders oft die Schneidezähne und die ersten Backenzähne. Nicht immer liegt die Ursache des Problems im Mund selbst: Laut Professor Deschner gibt es vielfältige  Systemerkrankungen, an denen Kinder und Jugendliche leiden, die zu derartigen Folgen im Mund führen können - dazu gehören beispielweise Typ 1-Diabetes, das Down- und Papillon-Lefevre-Syndrom. Auch bestimmte Zahnentwicklungsanomalien, insbesondere im Bereich der Oberkieferschneidezähne, können zu derartigem Zahnverlust führen. Eltern sollten mit dem Zahnarzt besprechen, ob eine Behandlung sinnvoll ist.

Bild: iStock
 

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Letzte Aktualisierung: 21.02.2012
 
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