Sommer 2018 – Zahnimplantate trotz Begleit­erkrankungen

Die Implantologie hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt und bietet für viele Menschen die beste Option bei Zahnverlust. Heute kann nahezu jeder Patient mit implantatgetragenem Zahnersatz versorgt werden, auch Begleiterkrankungen wie Osteoporose oder Diabetes schließen eine Implantation keineswegs grundsätzlich aus.

Implantate und Osteoporose

Osteoporose ist eine Systemerkrankung des Skeletts, die sich durch eine verminderte Knochendichte und eine erhöhte Knochenbrüchigkeit auszeichnet. Eine ausreichende Dichte und Stabilität des Kieferknochens ist jedoch eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Implantatbehandlung.

Bei Osteoporose-Patienten ist der Knochenstoffwechsel zwar gestört, dennoch ist bei ihnen in vielen Fällen eine Implantatbehandlung möglich. Wichtig sind eine gründliche Voruntersuchung und -besprechung sowie eine auf die Erkrankung abgestimmte Behandlungstechnik. Mit speziellen Verfahren beim Einfügen der Implantate und einer verlängerten Einheilzeit ist die Erfolgsprognose mit der von gesunden Patienten vergleichbar.

Implantate und Diabetes

Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselstörung, die durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Dieser hat unter anderem Einfluss auf die Wundheilung, die Immunabwehr und die Knochenproduktion und kann somit die Einheilung eines Implantats in den Kieferknochen beeinträchtigen.

Doch mittlerweile können in der Implantologie bei Diabetespatienten ähnlich hohe Erfolgsquoten erreicht werden wie bei Patienten ohne „Zuckerkrankheit“. Voraussetzungen dafür sind eine gute Einstellung des Diabetes und die Berücksichtigung bestimmter Maßnahmen vor und während der Behandlung, wie z. B. die regelmäßige Desinfektion der Mundhöhle oder die Einnahme von Antibiotika.

Prinzipiell gilt also: Implantatgetragener Zahnersatz ist auch bei Osteoporose oder Diabetes durchaus möglich.

Haben Sie Fragen dazu? Wir beraten Sie gerne persönlich!

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