Herbst 2017 – Letzte Chance für den Zahnerhalt: die Wurzelspitzenresektion

Bakterien, die z. B. durch eine fortgeschrittene Karies oder einen Unfall in das Zahninnere gelangen, können eine Entzündung des Zahnmarks in den Wurzelkanälen auslösen. Derart erkrankte Zähne mussten noch bis vor einigen Jahren entfernt werden, um ein Übergreifen der Entzündung auf umliegendes Gewebe und den Kieferknochen zu verhindern.

Heute stellt die Wurzelkanalbehandlung eine gute Möglichkeit dar, diese Zähne zu erhalten. Es kann jedoch vorkommen, dass die Behandlung nicht erfolgreich verläuft, die Entzündung nicht abklingt und auch die Wiederholung (Revision) fehlgeschlagen ist. Manchmal ist eine vollständige Reinigung der Wurzelkanäle auch von vorneherein nicht zu erreichen, beispielsweise, weil die Kanäle zu stark gekrümmt sind.

Ist dies der Fall, ist die Entfernung eines Teils der Wurzelspitze, die Wurzelspitzenresektion, die letzte Möglichkeit, den Zahn zu erhalten.

Präzision auf kleinstem Raum

Der Eingriff wird in der Regel unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Wir schaffen über den Kieferknochen einen Zugang zur Zahnwurzel, entfernen einige Millimeter der Wurzelspitze und das umliegende entzündete Gewebe. Anschließend füllen wir die gereinigte Wurzelkanalöffnung bakteriendicht auf und verschließen sie. Das kleine Loch im Kieferknochen füllt sich im Laufe der folgenden Monate durch körpereigene Heilungsprozesse von selbst wieder auf.

Eine Wurzelspitzenresektion erfordert Erfahrung, den Einsatz moderner Technik, Präzision und Fingerspitzengefühl – bei einem erfolgreichen Verlauf kann der Zahn unter Umständen für immer erhalten bleiben.

Haben Sie Fragen zur Wurzelspitzenresektion? Wir helfen gerne weiter!

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