Herbst 2018 – Müssen Weisheitszähne immer entfernt werden?

Die Weisheitszähne, auch „Achter“ genannt, sind die letzten Zähne, die zum Gebiss eines Erwachsenen hinzukommen. Sie stammen noch aus einer Zeit, in der zusätzliche Zähne zur Zerkleinerung sehr harter Nahrung benötigt wurden – heute sind die Weisheitszähne jedoch ohne Funktion.

Im Laufe der Evolution hat sich unser Kiefer an die neuen Umweltvoraussetzungen angepasst und nach und nach etwas verkleinert. In vielen Fällen ist daher nicht ausreichend Platz für die Weisheitszähne vorhanden, sodass diese einen Engstand oder eine Verschiebung des restlichen Gebisses hervorrufen können.

Ziehen der Weisheitszähne nicht immer notwendig

Auch wenn die Weisheitszähne oftmals für Probleme sorgen, müssen sie keinesfalls immer entfernt werden. Ist der Kiefer groß genug, sodass sie komplett herauswachsen können und keine Nachbarzähne schädigen, ist eine Entfernung nicht nötig. Auch bei retinierten (= nicht aus dem Zahnfleisch herausgewachsenen) Weisheitszähnen besteht keine Behandlungsnotwendigkeit, sofern sie keine Komplikationen verursachen.

Mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen und z.B. Röntgenaufnahmen können wir die Lage der Weisheitszähne im Kiefer überprüfen und frühzeitig eine Entscheidung über die Notwendigkeit der Operation treffen.

Was spricht für eine Entfernung der Weisheitszähne?

Die Entfernung der Weisheitszähne kann entweder aus therapeutischen Gründen (bei akuten Erkrankungen bzw. Komplikationen) oder aus Gründen der Vorsorge (bei möglichen später auftretenden Problemen) angeraten sein.

Weisheitszahn-OP als Vorsorgemaßnahme:

Therapeutische Entfernung der Weisheitszähne

Haben Sie Fragen rund um das Thema Weisheitszähne? Sprechen Sie uns gerne an!

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